 Hautjucken in der warmen Jahrezeit
Beim näheren Hinschauen stellt man fest, dass an der Pfote, am Bauch, an der Nase oder bei der Hündin an der Scheide, ein orangenfarbenes Tüpfelchen zu sehen ist. Und genau damit haben sie die richtige Diagnose schon getroffen, eine Grasmilbe.
Auf das Jucken folgt dann oft eine orange-bräunliche Färbung der betroffenen Fellareale, besonders an den Pfoten, der Scheide und dem Bauch als Folge der fortwährenden Leckexzesse.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass eine einzige Grasmilbe einen Hund so furchtbar reizt, dass er sich ständig juckt, kratzt, knabbert und schleckt – doch der Zustand wird für den Hund immer unangenehmer und quälender. Deshalb ist schnelle Hilfe erforderlich, die jedoch nicht immer gleich in chemischen Keulen ausarten muss, wenn die Nutzung starker Nervengifte mit nicht vorhersehbaren Nebenwirkungen vermieden werden kann.
Sind Grasmilben an der Scheide, am Unterbauch oder auch an der Nase vorhanden, so reibt man diese befallenen Stellen mit Rescue-Salbe ein, jederzeit in der Apotheke zu bekommen.
Man kann diese Salbe natürlich auch für die Pfoten verwenden. Aber wenn der Befall ausschließlich an den Pfoten vorkommt, was in der Regel vorherrscht, dann kann man diesen ganz einfach und völlig Nebenwirkungsfrei mit dem Tabak-Sud bekämpfen.
Dieser Sud ist sehr leicht selbst herzustellen:
- Ein Päckchen Tabak (ca. 45 g) mit einen Liter kochendem Wasser übergießen,
- Das Ganze 12 Stunden ziehen lassen, im Anschluss den Tabak abseihen.
In den so gewonnen Sud stellt man für einige Minuten die Pfoten des Hundes. Danach tupft man die Pfoten vorsichtig ab. Bitte nicht abspülen, da dann die Wirkung dieses Sudes verloren geht.
So wie der Tabaksud im Garten und der Pflanzenwelt vortreffliche Dienste gegen diverses Ungeziefer leistet, wirkt er auch hier, zuverlässig und nebenwirkungsfrei. -me-
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