Logo
Start Kontakt Mitglied werden Newsletter-Abo
 
Navigation:
 
Gesundheit  

HerzERSTE HILFE
Bei ersten Anzeichen von Krankheiten finden Sie an dieser Stelle Vorschläge dazu, wie Sie sofort handeln können.

Tipps und Tricks
Hilfestellungen und Antworten auf die gängigsten Fragen rund um die Themen Gesundheit, Verhalten und Zusammenleben.

Herz Gesundheit & Pflege
Ohrenpflege
Pfoten richtig pflegen
Wenn die Sommerhitze kommt…
Zecken: Schutz durch Impung?
Wie wird der Kerry gesund alt?
Gedanken zum Amputationsgesetz

BuchVerhalten
Hilfe, mein Kerry jagt!

BuchMensch & Kerry
Hund und Asthma?

Buchweitere Infos

Scheinträchtigkeit   

Die scheinträchtige Hündin – wirklich nicht vermeidbar?
Eine scheinträchtige Hündin ist eine wahre Plage – für sich selbst und für ihre Besitzer. Gerade beim jungen Kerry Blue Terrier kommt es gerne nach den ersten Hitzeperioden zu einer vermeintlichen Scheinträchtigkeit – doch lassen sie mich zuerst einmal die Begrifflichkeiten eindeutig klären, da es sich hierbei eben nicht um eine tatsächliche Scheinträchtigkeit handelt, sondern vielmehr um ein postnatales Syndrom. Im Gegensatz zur realen Scheinträchtigkeit haben wir beim postnatalen Syndrom lediglich ein Anschwellen der Milchleiste (in der Regel ohne Milcheinschuss) und eventuell einen leicht rahmartigen Scheidenausfluss registriert, aber keine Wesensveränderung feststellen können, während die Scheinträchtigkeit mit mäßiger bis stark ausgeprägter Hysterie des Hundes und einem tatsächlichen Nestverhalten einhergeht.

Auch tritt die Scheinträchtigkeit deutlich stärker zeitversetzt zur Hitze auf, das postnatale Syndrom dagegen tritt unmittelbar nach Abklingen der Hitze auf. Ursache beider Zustände ist jedoch die Gleiche, eine völlige Entgleisung des Hormonhaushaltes, gegen den auch der Tierarzt nur die Symptomatik behandeln kann, ein tatsächliches Medikament gibt es dagegen nicht.

Allerdings helfen uns hier die Homöopathie und einige Verhaltensmaßregeln mindestens genauso gut und belastet unseren Hund deutlich weniger. Hier nun einige Tips und Tricks, dem Thema schnell und effektiv zu begegnen. In beiden Krankheitsbildern, da ja auf der gleichen Ursache basierend, habe ich mit einer Kombination aus Himbeerblättertee und den Einzelmitteln Pulsatilla und Phytolacca beste Erfahrungen gemacht. Beim Himbeerblättertee ist es wichtig, diesen mindestens 12 Stunden ziehen zu lassen, um alle Gerbstoffe, um die es ja letztlich geht, aus den Blättern zu lösen. Bis zum Abklingen der Symptome wird der Tee mehrmals täglich (je öfter je besser) in kleinen Dosen verabreicht, am besten mittels 10 ml Spritze direkt in den Rachen. Dies kann schon mehrere Wochen dauern, ich jedenfalls gebe den Tee 4 bis 6 Wochen lang.
Zusätzlich wird in den ersten 10 Tagen Pulsatilla D30 und Phytolacca D6 3x täglich verabreicht, danach wird die Leistenschwellung deutlich zurückgegangen sein.
Ist zu beobachten, dass die Milchleiste auch immer wieder recht warm wird, wirkt Silicea-Gel wahre Wunder, ummittelbar nach dem Einreiben wird die Wärme und Spannung verschwunden sein.

Handelt es sich tatsächlich um eine Scheinträchtigkeit, also reagiert die Hündin weinend und hysterisch, beginnt 6 Wochen nach der Trächtigkeit ein Nest zu bauen und behandelt ihr Spielzeug als wären es ihre Welpen, müssen sie unbedingt entsprechend reagieren, oder besser gesagt ignorieren. Bitte nicht und auf gar keinen Fall auf die Symptomatik eingehen, Trost wäre hier der falscheste Weg. Ignorieren sie den Hund so weit als möglich und verweisen sie die Dame konsequent auf ihren Platz. Alle Spielsachen müssen unbedingt entfernt werden, am besten auch den eventuell vorhandenen Korb (der hier als Nest "missbraucht" wird), eine Decke auf dem Boden ist für die Dauer der Behandlung ausreichend. Wird die Hysterie unerträglich, mehrfach täglich einige Tropfen Rescue (Bachblüten) auf den Nasenrücken einmassieren, und der Hund wird zusehends ruhiger werden.

Erlauben sie mir eine Anmerkung zum Schluss: Da die Wahrscheinlichkeit zumindest für ein postnatales Syndrom bei Junghündinnen sehr hoch ist, agieren sie gleich im Vorfeld, damit es erst gar nicht zu dieser hormonellen Entgleisung kommt. Ich habe mir angewöhnt, unmittelbar im Anschluss an die Hitze, für ca. 1 Woche Pulsatilla D6 3x täglich zu geben, und ebenfalls für geraume Zeit den Tee. Mit dieser sanften Methode blieb fast immer der Hund gesund, und bildete sich doch ein leichtes postnatales Syndrom aus, war dies nach wenigen Tagen folgenlos verschwunden. -kmk-

Nutzungsbedingungen | Impressum © 2010 Lightpixel Media. Alle Rechte vorbehalten.